Unplausible Ergebnisse
Spannungen zu hoch, zu niedrig oder physikalisch unsinnig, hier die häufigsten Ursachen.
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Unplausible Ergebnisse entstehen fast immer durch inkonsistente Einheiten, falsche Randbedingungen oder Singularitäten, die mit echten Spannungskonzentrationen verwechselt werden.
Zuerst die Einheiten prüfen
Häufigste Ursache falscher Ergebnisse: inkonsistente Einheiten. Stellen Sie sicher, dass Geometrie (mm), Kräfte (N) und Werkstoff (MPa) zusammenpassen. Typische Inkonsistenz:
- Geometrie in mm ✓
- Kräfte in N ✓
- E-Modul als 210 (GPa) statt 210.000 (MPa) eingegeben ✗ → Verschiebungen 1000-fach zu groß
Randbedingungen prüfen
- Überbestimmt → unrealistisch niedrige Spannung (das Modell wird künstlich steif)
- Unterbestimmt → unrealistisch hohe Spannung oder Starrkörperbewegung
Singularitäten erkennen
Unrealistisch hohe Spannungen an Punktauflagern, scharfen Ecken oder Lasteinleitungspunkten sind Singularitäten, keine echten Spannungen. Werten Sie Spannungen abseits dieser Stellen aus. Verwenden Sie Pfaddiagramme oder Flächenmittel statt Spitzenwerte an einzelnen Knoten.
Berichten Sie niemals die Spitzenspannung aus einer Singularität als Ergebnis. Sie hat keine physikalische Bedeutung und wächst mit zunehmender Netzverfeinerung ohne Grenze.
Symmetrieprüfung
Bei einem symmetrischen Modell unter symmetrischer Belastung sollten die Ergebnisse symmetrisch sein. Sind sie es nicht, sind Randbedingungen oder Lasten unsymmetrisch, auch wenn das im Viewer nicht offensichtlich ist.