Solver-Setup
Den passenden Solver-Typ wählen und Berechnungsparameter konfigurieren.
Der Solver ist der mathematische Kern jeder FEM-Simulation, er löst das Gleichungssystem, das aus Geometrie, Werkstoff, Lasten und Randbedingungen aufgebaut wird.
Solver-Typen
| Solver | Wann einsetzen |
|---|---|
| Linear-statisch | Standard für die meisten Aufgaben. Annahme: kleine Verformungen und lineares Materialverhalten. Am schnellsten. |
| Nichtlinear-statisch | Große Verformungen, Plastizität oder Kontaktprobleme. Längere Rechenzeit, erfordert Parametereinstellung. |
| Modal | Schwingungsanalyse, berechnet Eigenfrequenzen und Eigenformen. Keine Lasten erforderlich. |
Setup-Ablauf
- Bereich Berechnung öffnen
- Dr.Q wählt den Solver-Pfad automatisch (linear, oder nichtlinear bei großer Verformung, Plastizität oder Kontakt); er lässt sich über die API überschreiben
- Zusammenfassung prüfen, Geometrie, Werkstoff, Lasten, Randbedingungen
- Parameter bei Bedarf anpassen
- Weiter zur Job-Abgabe
Wichtige Parameter
| Parameter | Beschreibung |
|---|---|
| Konvergenztoleranz | Maximal zulässiges Residuum, kleiner = genauer, aber langsamer |
| Maximale Iterationen | Solver bricht ab, wenn er innerhalb dieses Limits nicht konvergiert |
| Laststufen (nichtlinear) | Mehr Schritte = bessere Konvergenz bei stark nichtlinearen Problemen |
Ändern Sie die Standardwerte nur, wenn Sie einen konkreten Grund haben. Falsch gewählte Konvergenztoleranzen oder Laststufeneinstellungen sind eine häufige Ursache unnötiger Solver-Abbrüche.
Häufige Fehler
- Nichtlinear gewählt, wo linear ausgereicht hätte, verschwendet Rechenzeit
- Linearer Solver mit aktivem reibungsbehaftetem Kontakt, liefert falsche Ergebnisse
- Falscher Solver-Typ für das Analyseziel (z. B. linear-statisch für eine Schwingungsfrage)