Technologie

Kein Copilot auf alter CAE.
Simulation, gebaut für die Agenten-Ära.

Wir haben einen eigenen FEM-Solver entwickelt, den ein AI Agent nativ steuert: deterministisch, selbstprüfend, im Browser. Konstruktionsteams rechnen Routinefälle selbst, nachvollziehbar bis in jede Annahme.

Vier Schritte, ein nachvollziehbarer Weg.

Zwischen der Frage „Hält das Bauteil?“ und dem Bericht liegen vier klar getrennte Schritte. Jeder hat genau eine Aufgabe, und jeder hinterlässt eine Spur, die sich prüfen lässt.

  1. AI Agent

    Übersetzt Bauteil, Material, Lagerung und Lasten aus Alltagssprache in ein vollständiges Setup. Fragt nach, wo Angaben fehlen, und markiert die betroffenen Flächen am Modell.

    BeispielSetup

    „Fest eingespannt am Flansch, 2 kN auf die Stirnfläche“ wird zu Randbedingungen an konkreten Flächen.

  2. Eingabeskript

    Eine Simulation wird durch ein Python-Skript beschrieben, das den Solver bedient. Der Agent rechnet nicht, er schreibt. Das Skript ist die vollständige, reproduzierbare Beschreibung dessen, was gerechnet wird.

    BeispielSkript

    Material, Netzvorgaben, Lastfälle und Zielgenauigkeit stehen im Klartext, nicht in einer Datenbank.

  3. Solver

    Der eigenentwickelte FEM-Solver rechnet und verfeinert serverseitig im Container; das Netz liefert der markterprobte Simmetrix-Mesher, fest in den Rechenweg integriert. Gleiche Eingabe, gleiches Ergebnis, auf jeder Maschine.

    BeispielRechenlauf

    Eine Konvergenzstudie läuft ohne Zutun, bis die vorgegebene Zielgenauigkeit erreicht ist.

  4. Bericht

    Annahmen, Netzstatistiken, Solver-Einstellungen und Ergebnisse landen in einem Bericht, der für Prüfung und Freigabe im Team gebaut ist. Der komplette Workspace bleibt herunterladbar.

    BeispielBericht

    Ein Simulationsexperte sieht auf einen Blick, welche Lagerung angenommen wurde.

Drei Grundentscheidungen.

Determinismus statt Black Box.

Der AI Agent rechnet nicht selbst, er erzeugt ein Eingabeskript für den Solver. Jeder Lauf ist deterministisch, reproduzierbar und als Workspace herunterladbar, auch Jahre später.

Agent-nativ von Grund auf.

Andere setzen Assistenten auf gewachsene Oberflächen. Bei Dr.Q wurde der Solver von Anfang an für die Steuerung durch Agenten gebaut; der AI Agent kennt jede Funktion.

Eingebaute Guardrails.

Der Solver erkennt typische Nutzerfehler, prüft Plausibilität und fährt automatische Konvergenzstudien. Annahmen, Netz und Einstellungen stehen im Bericht.

Was der Solver versteht.

Der Umfang heute, konkret. Die ersten sechs Zeilen sind im Produkt verfügbar; die siebte zeigt, was in Arbeit ist.

Geometrie und Netz

Bauteile kommen als STEP-Datei in den Browser. Das automatisierte Meshing erzeugt Volumennetze aus Tetraedern, linear oder quadratisch. Die Netzfeinheit hat drei Modi: physikalisch-adaptiv über die Konvergenzstudie, geometriegetrieben aus den CAD-Merkmalen oder als eigene Größenkarte. Die Netzqualität wird je Element geprüft und automatisch optimiert.

  • Import: STEP
  • Elemente: Tetraeder, linear und quadratisch
  • Netzfeinheit: physikalisch-adaptiv (Konvergenzstudie), geometriegetrieben (CAD-Merkmale) oder als manuelle Karte
  • Netzqualität: je Element geprüft und automatisch optimiert

Material

Linear-elastisches, isotropes Materialverhalten, dazu plastisches Verhalten mit isotroper Verfestigung und viskoelastisches Verhalten. Kennwerte sind E-Modul, Querkontraktionszahl, Dichte und die modellspezifischen Parameter, dazu der Wärmeausdehnungskoeffizient. Das integrierte Einheitensystem rechnet Eingaben intern um, so dass N und kN oder mm und m nicht durcheinandergeraten.

  • Modelle: linear-elastisch, plastisch (isotrope Verfestigung), viskoelastisch
  • Kennwerte: E-Modul, Querkontraktionszahl, Dichte, modellspezifische Parameter
  • Wärmeausdehnungskoeffizient für Temperaturlasten (Umrechnung erfolgt intern)
  • Einheiten: geprüft und umgerechnet, nicht angenommen

Lagerung und Kontakt

Feste Einspannungen und vorgegebene Verschiebungen je Richtung, Normalenlagerung für Symmetrie und Gleitlager, Stabilisierungsfedern für schwach gelagerte Bauteile, jeweils an Flächen des CAD-Modells. Baugruppen rechnen mit Kontakt zwischen den Bauteilen: verklebt, reibungsfrei oder reibungsbehaftet.

  • Feste Einspannung und vorgegebene Verschiebung je Achse
  • Normalenlagerung (Symmetrie, Gleitlager)
  • Stabilisierungsfedern
  • Kontakt: verklebt, reibungsfrei, rau, reibungsbehaftet

Lasten und Lastfälle

Kräfte, Drücke einschließlich Innendruck, Momente, Fernkräfte, Trägheitskräfte (Eigengewicht, Beschleunigung, Fliehkraft), Temperaturlasten sowie Schraubenvorspannung und Niete. Mehrere Lastfälle rechnen auf demselben Netz.

  • Kraft, Flächenlast, Moment, Fernkraft
  • Druck und Innendruck
  • Trägheitskräfte: Eigengewicht, Beschleunigung, Fliehkraft
  • Temperaturlast, Schraubenvorspannung, Niete
  • Mehrere Lastfälle auf einem Netz

Lösungsmodi

Neben der statischen Strukturanalyse rechnet der Solver drei weitere Lösungsmodi und koppelt sie, wo es fachlich Sinn ergibt.

  • Statische Strukturanalyse: linear-statisch, plastisch, Kontakt
  • Geometrische Nichtlinearität wird automatisch erkannt und berücksichtigt
  • Thermik: Wärmeleitung
  • Modalanalyse: Eigenfrequenzen und Resonanzverhalten
  • Beulen und Knicken: geometrische Eigenwertanalyse
  • Kopplungen: Wärmeleitung → Strukturanalyse, Strukturanalyse → Modal / Beulen

Ergebnisse

Verschiebungen als Komponenten und Betrag, Vergleichsspannungen und Dehnungen nach von Mises, Tresca und Rankine, plastische Dehnung, Reaktionskräfte, die Sicherheit gegen die Streckgrenze sowie gegen Beulen und Knicken. Dazu zwei Größen, die sonst selten jemand zeigt: die Elementqualität und der geschätzte Diskretisierungsfehler des Netzes.

  • Verschiebung: x, y, z und Betrag
  • Spannung und Dehnung: von Mises, Tresca, Rankine; plastische Dehnung
  • Reaktionskräfte je Lagerung
  • Sicherheit gegen die Streckgrenze
  • Sicherheit gegen Beulen und Knicken durch geometrische Eigenwertanalyse
  • Rutschsicherheit
  • Elementqualität und geschätzter Netzfehler

Was als Nächstes kommt

Beschrieben wird eine Fähigkeit hier erst, wenn sie produktiv verfügbar und fachlich freigegeben ist. In Arbeit oder in der Freigabe:

In Arbeit
  • Balken- und Schalenelemente aus der CAD-Vernetzung
  • Dynamischer Festigkeitsnachweis
  • Nichtlineare Randbedingungen

Der Rechenweg im Detail.

Sechs Mechanismen, die im Hintergrund laufen. Keiner davon ist Magie, jeder ist dokumentiert.

Automatisiertes Meshing
Aus der CAD-Geometrie entsteht ohne Handarbeit ein Volumennetz. Genetzt wird mit dem markterprobten Simmetrix-Mesher, fest in den Rechenweg integriert; Elementqualität und Geometrietreue werden je Element geprüft und automatisch optimiert, bevor gerechnet wird. Die Netzfeinheit ist kein Bauchgefühl, sondern eine Vorgabe der Konvergenzstudie. Wenn ein Element trotzdem nicht netzbar ist, macht Dr.Q die Stelle sichtbar, statt den Lauf ohne Erklärung abzubrechen.
Netz, zur Bohrung hin verfeinert
Adaptive Konvergenzstudie
Ein einzelnes Netz beweist nichts. Der Solver rechnet eine Folge zunehmend feinerer Netze, vergleicht die Zielgrößen und schätzt den verbleibenden Diskretisierungsfehler: bei Spannungen aus den Residuen des Netzes, bei Verformungen aus der Verfeinerungsfolge. Verfeinert wird dort, wo der Fehler sitzt. Die Studie endet, wenn die vorgegebene Zielgenauigkeit erreicht ist, und der Bericht zeigt den Verlauf.
FehlerZielNetzstufe12345Studie endetFehlerschätzung je Netzstufe
Zielgenauigkeit als Eingabe
Statt Elementgrößen vorzugeben, wird eine Zielgenauigkeit für die relevanten Ergebnisgrößen festgelegt, etwa für die Vergleichsspannung. Das ist eine Anweisung an den Solver, wie genau gerechnet werden soll, kein Versprechen über das Bauteil. Die Bewertung des Ergebnisses bleibt beim Ingenieur.
Eingabe, BeispielZielgenauigkeit σ_vM± 10 %Netzfeinheit folgt aus dem ZielgrobgenauEine Eingabe, das Netz folgt
Ein Skript, kein Klickpfad
Eine Simulation wird durch ein Python-Skript beschrieben, das den Solver bedient. Kein Zustand versteckt sich in einer Oberfläche; das Skript enthält alles, was der Solver wissen muss. Wer es liest, weiß, was gerechnet wurde. Wer es erneut ausführt, bekommt dasselbe reproduzierbare Ergebnis.
study = ConvergenceStudy(  geometry_file_path, {0: steel})fixed_bc = DeflectionBc()force_bc = ForceBc()force_bc.force_vector = Vector3(  Force.zero(),  Force(2000.0, ForceUnit.N),  Force.zero())study.boundary_conditions = [  fixed_bc, force_bc]study.questions = [Question(  SolutionQuantity.VonMisesStress,  Aggregation.Max, relative_error)]
Eingabeskript, Beispiel
Lastfälle auf einem Netz
Mehrere Lastfälle rechnen auf demselben Netz. Die LU-Zerlegung der Gleichungssystemmatrix wird wiederverwendet, nur die rechte Seite ändert sich. Jeder zusätzliche Lastfall kostet rund 2 % zusätzliche Rechenzeit; verglichen mit einer Neuberechnung spart das über 90 %. Alle Fälle bleiben vergleichbar, weil sie auf identischer Diskretisierung beruhen.
LF 1LF 2LF 3Ein Netz, eine Zerlegung, alle FälleEinzelfälle, ein Netz
Reproduzierbar, auch in Jahren
Eingabeskript, Netzstatistiken, Einstellungen und Ergebnisse gehören zusammen und bleiben zusammen. Der Workspace ist als Ganzes herunterladbar. Eine Nachfrage im Reklamationsfall oder ein Audit trifft damit nicht auf Screenshots, sondern auf den vollständigen Rechenweg.
workspace/input.pymesh.statssettings.jsonresults/20262031gleiches ErgebnisWorkspace-Archiv, Beispiel

Gerechnet in der Cloud, nicht im Browser.

Der Browser zeigt Modell, Gespräch und Ergebnis. Gerechnet wird serverseitig: jeder Lauf in einem Worker-Container mit der Rechenleistung, die das Modell braucht. Die Hardware richtet sich nach der Simulation, nicht umgekehrt. Keine Installation, kein Lizenzserver, keine Workstation, die nachts durchläuft.

  • Browser: Modell, Setup und Bericht, ohne Installation
  • Worker-Container serverseitig: isoliert, skalierbar, reproduzierbar
  • Private Cloud auf der Kunden-IT auf Anfrage

Wie wir bauen.

Vier Grundsätze, an denen Entscheidungen im Solver und im Produkt gemessen werden.

Nachvollziehbarkeitstatt Geschwindigkeit

Ein schnelles Ergebnis ohne prüfbaren Weg ist kein Ergebnis. Jeder Lauf muss von einem Simulationsexperten nachgerechnet werden können.

Determinismusstatt Magie

Die KI schreibt das Setup, die Physik rechnet der Solver. Gleiche Eingabe, gleiches Ergebnis, ohne Ausnahme.

Ergänzenstatt Ersetzen

Dr.Q nimmt dem Simulationsteam die Routine ab, nicht die Verantwortung. Die harten Fälle bleiben bei den Experten, die Freigabe beim Ingenieur.

Beweisestatt Behauptungen

Kein Ergebnis wird als richtig erklärt. Annahmen, Netz und Konvergenzverlauf stehen im Bericht, damit jede Zahl überprüfbar ist.

Eingebaut, nicht angeflanscht.

Vorbereitung

  • STEP-Import im Browser
  • Setup in Alltagssprache mit dem AI Agent
  • Flächenauswahl direkt am Modell
  • Integriertes Einheitensystem
  • Plausibilitätsprüfung vor dem Lauf

Rechnung

  • Strukturmechanik: linear-statisch, plastisch, Kontakt, geometrisch nichtlinear
  • Thermik, Modalanalyse und Beulen/Knicken als eigene Lösungsmodi
  • Automatisiertes Meshing, linear und quadratisch
  • Adaptive Konvergenzstudie mit Fehlerschätzung
  • Deterministisch, serverseitig im Container

Auswertung

  • Spannungs- und Verformungsbild im Browser
  • Bericht mit Annahmen, Netzstatistik und Einstellungen
  • Sicherheit gegen die Streckgrenze
  • Workspace als Ganzes herunterladbar
  • Eingabeskript im Klartext

Heute: Strukturmechanik, von linear-statisch bis Kontakt.

Dr.Q rechnet Strukturmechanik für typische Maschinenbau-Komponenten: linear-statisch, mit plastischem Material, großen Verformungen und Kontakt zwischen Bauteilen, dazu Eigenfrequenzen und lineares Beulen. Erweiterungen wie thermische Analysen und Balken-/Schalennetze stehen auf der Roadmap und werden erst beschrieben, wenn sie produktiv verfügbar und fachlich freigegeben sind.

Mehr als 40 Kundenprojekte wurden mit dem eigenen Rechenkern gerechnet.

FEM für den Konstruktionsalltag.

Die Technologie ist kein Selbstzweck: Konstruktionsteams sollen typische Nachweise früher im Entwicklungsprozess führen können, und Simulationsexperten bleiben frei für die anspruchsvollen Fälle.